§§ 34-Mittel zum (Selbst) Zweck und zur erzwungenen Vertragsraumordnung📃
Nach den turbulenten Sitzungen vom Februar mit Szenen, die eher in den Fasching passen statt in eine Gemeinderatssitzung, wurde das Budget für 2026 am 3. März beschlossen.
Mit einem Negativsaldo in der Höhe von € ➖ 128.600,– d. h. es fehlen schon im Voranschlag erhebliche Summen! 😲 Girokontostand der Gemeinde (Stand 31.12.2025 € 9.778,18) bzw. der Rücklage (Stand 31.12.2025 € 9.112,09) 💶 sind bei Weitem nicht ausreichend.
Die großspurig angekündigte 🗣 Finanzspritze für 2026 seitens des ÖVP Gemeindeparteiobmannes 🖤 David Steinlechner gibt es bis heute (Oktober) leider nicht. Diese mündliche Zusagen haben nur in der Theorie gut geklungen… 🤷♂️
🔘 § 34 Sitzung Prüfung/Reparatur – ÖROK Formaländerung Keilfeld W 22
Zu der nach §34 geforderten Sitzung von UnserZukunft vom 16.2.2026, wo ein Gutachten 📰 zu den 15 geplanten Wohnungen im Keilfeld vorgebracht wurde und eine Beschlussfassung mit einem Text von über 2 DIN A4 Seiten erzwungen werden hätte sollen, musste wie erwartet die Aufsichtsbehörde befragt werden. ❔
Die GemeinderätInnen von UnserZukunft behaupteten einfach, einen gültigen Beschluss gefasst zu haben – dem war nicht so. ❌
Das bestätigte auch die Aufsichtsbehörde: es war zu keinem gültigen Gemeinderatsbeschluss gekommen. ❌
Wie bereits im raumordnerischen Gutachten des Hr. Dipl. Ing. Schweiger vom 11.02.2026 angeführt, wird dem Gemeinderat der Gemeinde Wattenberg auch seitens der Aufsichtsbehörde dringend empfohlen, vor der Beschlussfassung im Gemeinderat gemeinsam mit dem verfahrensbegleitenden Rechtsanwalt zu klären, welche rechtlichen Folgen diese Gemeinderatsbeschlüsse nach sich ziehen können. 👨🎓⚖️
Anm.: der Baubescheid zum Bauvorhaben der WAT im Keilfeld wurde beeinsprucht und wird vor dem Landesverwaltungsgericht verhandelt. ⚖️
Parallel dazu ist zwischenzeitlich eine Schadensforderung des Anwaltes der WAT eingetroffen. Es wird nicht mehr nur der Zinsschaden von ca. 34.000,- eingeklagt, sondern Schadenersatzforderungen von 💶 €269.000,- erhoben. 💶💰
Die Freizeitjuristen von UnserZukunft mit ihrem Sprecher 🗣 Rudolf Schmadl kommentierten dieses Schreiben nur mit „bereits verjährt“ und „die klagende Partei solle auf die Gemeinde zukommen“…
das seit 2023 schwebende Verfahren ist also um eine Facette reicher. 📑
Ansonsten war der politische Frühling und Sommer so wie gewohnt – außer, dass ein großes Loch ⚫️ in der Kassa herrscht und die „Reinigung Mittagstisch“ 🧹 wohl DER neue Ablehnungsgrund für alles werden wird. Schon bei der Budgeterstellung von UnserZukunft einfach ersatzlos gestrichen, ✖️ sollten bei einer späteren Sitzung dann doch noch Mittel für die Reinigungskosten umgeschichtet werden. Dieser Punkt wurde aber wieder von UnserZukunft von der Tagesordnung gestrichen. ✖️
Nach dem Budgetbeschluss für 2026 stand naturgemäß der Abschluss der Jahresrechnung von 2025 an.
🔘 Jahresrechnung 2025
In der Vergangenheit wurde die Jahresrechnung immer abgelehnt – egal ob die Rechnung stimmt oder nicht. Auch von der Aufsichtsbehörde wurde wiederholt festgestellt, dass der Gemeinderat dem Bürgermeister die Entlastung zu erteilen hat, wenn die Überprüfung des Rechnungsabschlusses keinen Grund zu Bedenken gibt. Sollten Bedenken bestehen, die der Bürgermeister nicht aufklären kann, so hat der Gemeinderat die zur Herstellung eines geordneten Gemeindehaushaltes erforderlichen Maßnahmen zu beschließen. Klingt logisch. ✔️
Es gab weder Bedenken noch Einwände, also wurde von UnserZukunft wie in den vergangenen Jahren ein Grund gefunden, die Entlastung zu verweigern. ❌
Die Gründe waren Ausgabenüberschreitungen wie z. B. höhere Ausgaben für die Kinderbetreuung, € 19.600,- verpflichtende Transferzahlungen, € 16.600,- für Kat – Einsätze und zwingend Ausgaben, € 13.000,- für die Freiwillige Feuerwehr 🚒, € 5.700,- Mehraufwand Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Müllbeseitigung u. Straßenerhaltung, € 5.400,- für das Blumenschmucktörggelen und Herbstfest, € 5.300,- für die Volksschule, € 5.100,- für die Verwaltung, € 2.000,- für Forstwege und Aufforstung, € 1.800,- für die Lawinenkommission usw….alles unvorhersehbare Ausgaben und Mehrkosten, die nicht im Budget veranschlagt waren.
Allesamt von UnserZukunft abgelehnt ❌, trotz vorhandener Bedeckung durch Einnahmen-Überschreitungen.💰💰
Eine längere Diskussion entstand, weil auch die baulichen Maßnahmen🏗️ für einen weiteren Salzsilo erledigt wurden. Die dafür entstandenen Kosten von 💶 € 8.000,- wurden auch abgelehnt, obwohl GV David Steinlechner bei der Beauftragung der Bauarbeiten für den Salzsilo 🏗️persönlich anwesend war und diese befürwortet hatte. ✔️
Für das 🍁„Herbstfest“, welches GR Andreas Mair über den Sozial- und Kulturausschuss organisiert hat, gab es auch keine notwendige Budgetierung – die anfallenden Kosten wurden dann von UnserZukunft abgelehnt. ❌
Interessanterweise waren auch keine Rechnungen 📃 vorhanden oder sollten nicht kontrolliert werden. Auch dass für die Sanierung von Waldwegen oder den Salzsilo kein zweites Angebot eingeholt wurde, wirft eine etwas schiefe Optik auf die Arbeitsweise von GV David Steinlechner. 🧐 Denn das wäre in seine Zuständigkeit gefallen – es war lt. ihm aber nicht erforderlich. Bequemer ist es halt auch und weniger Arbeit! 🙃
Andererseits wurde dem BGM in der Vergangenheit immer vorgeworfen, dass ein Angebot zu wenig sei und mindestens zwei 📑📑eingeholt werden müssten❗️
Bei David Steinlechner ist das dann nicht so genau, die Angebote trudeln (wenn überhaupt) per Mail 📧 auf seiner privaten Adresse ein, von verschlossenen Kuverts ✉️ gar keine Rede. Aber da sind UnserZukunft etwas elastisch. 🥴
Jedenfalls wurde der Rechnungsabschluss für 2025 mit 7:3 Stimmen von UnserZukunft abgelehnt. ❌
🔘 Selbstlob und Schulterklopfen 👏
Die Ausleitung des Oberflächenwassers im Keilfeld war behördlich vorgeschrieben und hätte bereits bis September 2025 abgeschlossen sein sollen. Zuvor waren die Beschlüsse zum Projekt von den Listen Zukunft und Unser Wattenberg mehrmals mit 7:4 Stimmen blockiert worden, wodurch es zu monatelangen Verzögerungen kam. 🚧 Die Zwischenfinanzierung musste neu berechnet und Termine mit der ausführenden Baufirma mehrmals verschoben werden. Die Bauarbeiten starteten Ende März und konnten innerhalb von drei Wochen abgeschlossen und die Straße neu asphaltiert werden. Die Generalsanierung des Kanals wurde bereits 2021 begonnen und mit der nun abgeschlossenen Ausleitung über ein Lamellenklärbecken endgültig fertiggestellt. ✅
Ein Lob gebührt selbstverständlich der Baufirma, die professionell und termingerecht zur Zufriedenheit aller und ohne Probleme das Projekt fertiggestellt hat. 💪
UnserZukunft lobte aber auch sich selbst für das Zitat: „mutige Gestalten und dem Willen etwas zu bewegen“ – dass sie es waren, die trotz Bescheidauflagen und ✖️zweimaliger Ablehnung✖️ im Gemeinderat die Bauarbeiten über ein halbes Jahr hinausgezögert haben, heißt wohl mit ihrer Übersetzung: „Zukunft beginnt nicht im Rückblick“ 🔚
UnserZukunft ist mehrheitlich für Stillstand, Verzögerung und Rückschritt verantwortlich. 🛑
Zwischen standardmäßigem Verzögern und Verhindern werden – wenn es um ihr eigenes Interesse oder diverser Freunde geht – Sitzungen nach §34 gefordert.
🔘 Vertragsraumordnung
Eine solche musste am 5. Oktober abgehalten werden.
Auf der Tagesordnung: Antrag der Listen Zukunft- und Unser Wattenberg gem. § 34 TGO – Richtlinien zur Vertragsraumordnung
Die Beschlussfassung dieser Vertragsraumordnung wurde bereits im Vorfeld in den Sozialen Medien angekündigt. Gleichzeitig ein ℹ️ Infoabend in einem Gasthaus, mit zwei 🖤🖤ÖVP-Funktionären als Rückendeckung. Diese Info 10 Tage NACH der Beschlussfassung, wohlgemerkt. 🙄 🤔
Da bekommen dann die Bürger „Informationen“ darüber, was die Freizeitjuristen von UnserZukunft über unser aller Köpfe hinweg beschlossen haben – ohne im Vorfeld mit den Betroffenen 👥 (Bauern und Grundeigentümern) zu sprechen.
Eigentlich grundlos – weil vertragsraumordnerische Verträge auch in der Vergangenheit bereits des Öfteren zur Anwendung kamen – wurde diese Verordnung jetzt mit 7:4 Stimmen von UnserZukunft beschlossen.
📄📄10 (!) DIN A4 Seiten Rechtstext – gültig für alle, die eine Widmung brauchen oder vornehmen möchten. 😵
Als wenn Spekulanten alles aufkaufen wollten oder mehrere große Industrieparks oder Gewerbegebiete geplant wären – muss jetzt zusätzlich zur bereits bestehenden Bürokratie für eine Widmung diese §§ Vertragsraumordnung §§ angewandt werden. 🤦♀️
D. h. viel mehr Aufwand, Zeit, Gutachter, Rechtsexperten und vor allem 💶 Kosten werden auf die Widmungswerber zukommen.
Der letzte Satz dieser mit 7:4 Stimmen von UnserZukunft verordneten Raumordnung betrifft die Kosten und lautet wie folgt: „Der Antragsteller hat sämtliche im Zusammenhang mit der Errichtung und grundbücherlichen Durchführung eines abzuschließenden Raumordnungsvertrages verbundenen Kosten, Gebühren und Barauslagen zu tragen.“ 💶💶💶
Laut dem Sprecher der Einheitspartei UnserZukunft, Rudolf Schmadl, soll es aber zu keinen Mehrkosten kommen. 😁 Aus Erfahrung kann er hierzu wohl nichts beitragen – er selbst hat bis jetzt weder eine Widmung und/oder einen Grundkauf oder die Errichtung eines Eigenheimes vollzogen. Aber mit dem Beschließen von überbordender Bürokratie, Regeln und Strafen kennt er sich wohl aus. §§§§§§§
Welche Regeln, Strafen und Fristen nun zusätzlich für alle Widmungswerber gelten, kann unter folgender Adresse herunterladen und nachgelesen werden:👇 Kundmachung_Richtlinien_zur_Vertragsraumordnung
Darin sind nun eine Mietzinsobergrenze, Grundstückspreis, Vorkaufsrecht, Bebauungspflicht, Baugrundgröße, Vertragsstrafen, Überbindungspflicht, Fristen usw. festgelegt. 📃📃📃
Mit diesen Regeln wird nicht nur die Grundstücksveräußerung und Wohnraumschaffung erschwert, vieles wird ✖️ verUNmöglicht ✖️werden. Eine Wohnanlage Grub 🏢wäre genauso unmöglich wie die Verträge, welche beim Panoramahüttl oder bei der Wertstoffsammelstelle zu Anwendung gekommen sind.
Rudolf Schmadl 🗣 verkündete natürlich auch „Ausnahmen“ und „Prüfung je nach Projekt“…..
👉Wenn ein Vertrag für alle gelten würde, bräuchte man m. E. keine Ausnahmen.
👉Wenn von Vornherein Ausnahmen von der Regel gelten, braucht man eigentlich keinen Vertrag – diese Logik gilt wahrscheinlich nicht für UnserZukunft.
Was darauf schließen lässt, dass man wie bisher etwas 🥴 „elastisch“ je nach Antragsteller vorzugehen gedenkt. 🤯
Zu Grundverkäufen von Bauern, die aus wirtschaftlichen Gründen Baugründe veräußern möchten oder müssen, wird mit dieser Vertragsraumordnung ebenfalls eine Absage erteilt. ✖️
GV David Steinlechner meinte lediglich dazu 🗣 „Die Bauern können ja arbeiten gehen, dann müssen sie keinen Grund verkaufen“. 😧 Nachzulesen auch im Protokoll dieser Sitzung.
Er wird übrigens ein Eigenheim 🏡 errichten am Wattenberg…… wer hat, der kann. 😆
Wer nicht hat, ist wahrscheinlich selber schuld?🙃 Es gibt in Zukunft für junge WattenbergerInnen wohl keine Möglichkeiten mehr, günstigen Baugrund zu erwerben. 😔 😟
Dass diese 10 Seiten Rechtstext für Widmungen und die Raumordnung nun jene beiden Fraktionen beschlossen und verordnet haben, die mehrmals das „Schnitzerfeld“ mit einem Grundpreis von € 168,- pro m² für junge Wattenberger abgelehnt ❌ haben, ist schon ein besonderer Affront.🤦♂️
Diesen Vertrag auch noch als „Zukunftspolitik“ anzupreisen und stolz darauf zu sein, wenn NICHTS mehr gebaut werden kann und die jungen Menschen in anderen Gemeinden Wohnraum suchen müssen, ist m. E. ein Trauerspiel 😥 und verdient den Namen „Zukunft“ weder als Liste noch als Projekt. 🙅
Mit Widmungen sind UnserZukunft bisher immer nur dann aufgefallen, wenn ein Listenmitglied eine vorteilhafte Änderung gebraucht hat oder wenn es um eine Rückwidmung 🔙 eines mittlerweile stillgelegten Gasthauses geht.
Ob sie bei der öffentlichen „Informationsveranstaltung“ auf diese Fragen eingehen werden, bleibt abzuwarten….
UnserZukunft = die 7 GemeinderätInnen der Listen Unser Wattenberg und Zukunft Wattenberg
Abgestimmt haben für die Fraktionen
Zukunft Wattenberg: Vizebürgermeister Ing. Thomas Wopfner, GV David Steinlechner, DI Patricia Erler, Andreas Mair und Martin Erler, (Ersatz Joseph Leitner)
Unser Wattenberg: Rudolf Schmadl und Daniela Fröhlich (Ersatz Wilbur Videgard)
Bürgerliste Wattenberg: Bürgermeister Franz Schmadl, Josef Steinlechner, Ing.In Christine Bachler, Sylvia Farbmacher (Ersatz: Lukas Gstir)
BLOG. für die Bürgerliste Wattenberg © Irmgard Schafferer


